
Listige Informatik-Jongleure schmuggeln sich neuerdings verstärkt in die Accounts der Nutzer solcher Plattformen, um deren Kontakte für ihre Zwecke zu missbrauchen. So wird das „social networking“ zum „social phishing“. Ihre Twitter-Freunde bekommen dann eine Nachricht mit Ihrem Namen in der Absender-Zeile und öffnen sie vertrauensvoll. In Wirklichkeit kommt das E-Mail jedoch nicht von Ihnen, sondern von einem Hacker, und der scheinbar harmlose Link, den es enthält, führt den Leser direkt ins Netz der Betrüger. Oder aber Sie erhalten von einer Facebook-Freundin die Mitteilung, dass sie sich in einer Notsituation befindet und finanzielle Hilfe braucht. Ein unvorsichtiger Klick genügt, und Ihr Geld landet in den Taschen der Hacker, die die eigentlichen Versender der Nachricht sind.
Die wichtigste Verhaltensregel in Bezug auf Phishing lautet: Klicken Sie nicht wahllos auf Links, auch wenn Sie in Mails enthalten sind, die von einem bekannten Absender zu kommen scheinen. Bekom-men Sie eine Anfrage von einem Bekannten, die Sie nicht ganz überzeugt, dann fragen Sie nach - und zwar nicht über das soziale Netzwerk, in dem Sie Ihre Bekanntschaft pflegen, sondern auf anderem Wege, etwa übers Telefon. Nutzer, die mehrere Plattformen besuchen, sollten für jedes dieser sozialen Netzwerke ein anderes und sicheres Password verwenden. Auch an Ihre Kinder sollten Sie denken: Sprechen Sie mit ihnen über die Informationen und Dateien, die sie in sozialen Netzwerken austauschen, und klären Sie sie über die Gefahren auf.
15.03.2010